gib zu, dass das nicht unbedingt eine disziplin ist, in der ich besonders gut wäre. weil ich ein ungeduldiger mensch bin?! hm... vielleicht auch ein wenig, aber im grunde genommen stört mich beim warten der damit verbundene stillstand.
alternative wartezeit versüssen?! ... mal ehrlich. ich hab meistens genau dann gerade kein buch o.ä. dabei und ärger mich über die zeit, die damit verloren geht und in der man so viel anderes hätte machen können. man muss der fairness halber natürlich noch unterscheiden, worauf man wartet. warten beim friseur oder im restaurant ist zu ertragen, weil man einfach weiss, dass am ende der ganzen warterei normalerweise etwas positives steht. meistens jedenfalls. warten auf ämtern, im wartezimmer einer praxis oder auf die deutsche bahn dagegen gehört eindeutig in die kategorie unnötig, nervig und einfach nur zeitraubend. trotzdem weiss man ja auch bei diesen wartereien mal abgesehen von der deutschen bahn ag doch, dass das worauf man wartet auch in absehbarer zeit eintreffen wird. zwar keine angenehme warterei, aber doch immer noch erträglich.
unerträglich wird es dann erst, wenn man auf etwas wartet, von dem man sehr schlecht einschätzen kann, wann oder ob es überhaupt passieren wird. warten auf den frühling (kommt der dieses jahr noch mal?!) oder eben warten auf eine rückmeldung in irgendeiner form. das ist ja eine art des wartens in der ich gaaaaaaaaaaanz schlecht bin.
manchmal wartet man auf solche dinge dann so lange, dass man irgendwann aufhört drauf zu warten und resigniert. aber das ist auch gut so, weil raus aus der warteschleife, kopf wieder frei und.... dann?!
aus noch geklärten gründen passiert dann meist genau das, worauf man doch schon gar nicht mehr wartet... muss das sein? „unerwartet“ erfreut oft doch irgendwie nur richtig gut, wenn es nicht schon mal in die rubrik „erwartet“ gehört hat. aber vielleicht bin ich da auch zu hart.